

Auf unserer interdisziplinären Kinderintensivstation behandeln wir Kinder aller Altersklassen vom Neugeborenenalter bis zum Jugendlichen: In enger Zusammenarbeit mit der neonatologischen Intensivstation werden Neu- und Frühgeborene mit unterschiedlichen Krankheitsbildern betreut.
Ein Schwerpunkt ist die postoperative Betreuung von Kindern aller Altersklassen, die in der Klinik für Kinderchirurgie operiert worden sind. Typische Krankheitsbilder sind z.B. im Neugeborenenalter eine angeborene Zwerchfellhernie oder eine Atresie der Speiseröhre. Bei vielen Kindern sind neben den akuten intensivmedizinischen Problemen auch eine mittel und langfristige medizinische Betreuung in der Risikosprechstunde notwendig.
Für sozialrechtliche Interessen der Eltern steht der Sozialdienst der Klinik den Eltern gerne zur Verfügung. Für das seelische Wohl unserer Patienten und ihrer Angehörigen sorgt zusätzlich unsere Klinikseelsorge, damit der Start ins Leben möglichst gut gelingt. Für Eltern besteht die Möglichkeit der Übernachtung auf dem Gelände des Klinikums im Ronald McDonald Haus.
Bei Infektionen, Intoxikationen oder Unfällen unterschiedlicher Art ist für manche Kinder ebenfalls ein Aufenthalt auf der Intensivstation erforderlich. Hier stehen alle modernen intensivmedizinischen Möglichkeiten zur Verfügung, damit die Patienten optimal versorgt werden können.
Besonders auf der Intensivstation wollen wir durch eine sanfte, basale Pflege die Patienten kindgerecht versorgen. Das Vorbeugen und frühzeitige Erkennen von Schmerzen sowie die frühzeitige Behandlung ist ein wesentliches Grundprinzip unseres Vorgehens, damit unsere in der Regel kleinen Patienten den Aufenthalt im Krankenhaus als so wenig belastend wie möglich empfinden.
Wir bieten für auswärtige Kliniken zusätzlich einen Abholdienst für Neugeborene und ältere Kinder an, wenn es medizinisch für eine optimale Versorgung der Kinder notwendig erscheint. Hierfür steht ein neonatologisch und intensivmedizinisch erfahrener Abholdienst zur Verfügung. So haben wir im Jahr 2005 über 180 Transportfahrten durchgeführt.
Medizinische Ausrüstung und Verfahren:
Auf unserer modern ausgerüsteten Intensivstation haben wir 14 Betten. Die Station verfügt über eine zentrale Monitorüberwachungsanlage. Hier werden routinemässig die Herzfrequenz, Atmung und Sauerstoffsättigung sowie der Blutdruck entweder nichtinvasiv oder, wenn es nötig ist, auch invasiv gemessen und ausgewertet.
Von den 14 Betten sind bis zu 11 Betten mit modernen Beatmungsgeräte für die Beatmung von kleinsten Frühgeborenen bis zu Erwachsenen ausgestattet.
Für ausgewählte Beatmungssituationen stehen mehrere Geräte mit der Möglichkeit zur Hochfrequenzbeatmung (Babylog 8000 und Sensormedics) zur Verfügung.
Auch die Behandlung mit Stickstoffmonoxid zählt zu den gängigen Verfahren auf unserer Station. Zum Kreislaufmonitoring steht im Bedarfsfall ein Messgerät zur Bestimmung des Herzzeitvolumens nach der Thermodilutionsverdünnungsmethode (PICCO) zur Verfügung.
Bei Patienten mit vermuteten Schädigungen des zentralen Nervensystems steht ein Hirndruckmonitoring über eine intraparenchymatöse Sonde zur Verfügung.
Als Nierenersatzverfahren werden die Peritonealdialyse und in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Nephrologie bei grösseren Kindern und Jugendlichen die intermittierende Hämodilayse angewandt.
Die neue Intensivstation verfügt über ein Isolationszimmer mit Luftkeimreduktion.
Zur Station 162.
10.03.2012:
(Sonstiges)